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Ausfallbonus als Mogelpackung

Manche lernen´s nie – so kurz und nüchtern kann man wohl die Ausführungen von Finanzminister Blümel am 17. Jänner zusammenfassen.
Es soll alles sehr einfach gehen, aber das Instrument ist wieder ein neues, das keiner zusätzlich braucht: Wer einen Umsatzausfall von 40 % nachweisen kann (beim Fixkostenzuschuss liegt diese Grenze interessanterweise bei 30 %) kann 30 % davon für den Ausfallbonus geltend machen – höchstens aber 60.000,- Euro pro Monat.
Aber: Nur die Hälfte davon, also 30.000,- Euro sind der Ausfallbonus, die andere Hälfte ist nur ein Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss 2, den ich ja wieder anders berechnen muss – eben mit den mindestens 30 % Umsatzverlust und in diesem Fall aber bewertet mit dem Prozentsatz des tatsächlichen Umsatzverlustes.
Also ein weiteres Instrument neben den Fixkostenzuschüssen 1 und 2, Umsatzersatz und Verlustersatz. Und was will uns der Finanzminister mit der wunderbaren Bezeichnung Ausfallbonus sagen – ein Bonus wofür?

 
     
  Es hat sich nichts daran geändert, dass der Umsatzverlust das Hauptmerkmal für die Betroffenheit eines Unternehmens durch der Corona-Krise und für die Berechnungen die Grundlage sein muss – aber dafür reicht ein einziges Bewertungskriterium. Ein 100-Millionen-Unternehmen mit 1 Million Umsatzverlust ist gar nicht betroffen, ein 2-Millionen-Unternehmen mit ebenfalls 1 Million Umsatzverlust ist in seiner Existenz gefährdet. Nur mit diesen Zahlen und einem entsprechenden Bewertungsschlüssel ist alles gesagt – auch ohne Fixkostenzuschuss 1 und 2, ohne Verlustersatz und ohne Ausfallbonus. Aber wenn man eben auch an Firmen Umsatzersatz zahlt, die übers Jahr gesehen sogar Umsatzzuwachs hatten, dann wird´s richtig kompliziert (oder idiotisch – je nach Sichtweise).  
   
 
Offener Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz

Am 20. Dezember habe ich mich entschlossen, meine Erfahrungen und Erlebnisse in der Corona-Krise in einem offenen Brief an unseren Bundeskanzler zusammenzufassen.
Da ich immer wieder gefragt wurde, wie es mir und meinem Unternehmen seit meinem Video im April ergangen ist, stelle ich diesen Brief hier zum DOWNLOAD bereit.

Schöne Feiertage und bleiben Sie gesund!
Christine Rührlinger


PS: Ein Fehler ist mir bei der Kammerumlage passiert. Ich habe den VfGH-Richtern die Schuld an unserer Zwangsmitgliedschaft gegeben. Aber es war eine SPÖ/ÖVP-Regierung, die 2007 die Pflichtmitgliedschaft in den Interessenvertretungen sogar in der Verfassung verankert und damit unantastbar (wirklich?) gemacht hat. Ganz nach dem Pippi-Motto "Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt!".

 
   
 
Video vom April 2020
 
   
  Liebe Kolleg*innen, liebe Unternehmer*innen, liebe Unterstützer*innen ...  
   
 

jetzt ist es rund ein Dreivierteljahr her, dass ich mein Video online gestellt habe und an der damals kritisierten Situation hat sich im Wesentlichen nichts geändert. Jede Woche darf man sich im Zusammenhang mit Corona über teils unverständliche, teils willkürliche, teils fragwürdige Entscheidungen unserer Regierung wundern.

Für viele Unternehmen gibt es nach nunmehr 3 Lockdowns mehr Fragezeichen als zuvor und in gewissen Branchen nach wie vor keine Möglichkeit einer sinnvollen Planung der nächsten Wochen und Monate. Wir sind dazu verurteilt, abzuwarten und auf die uns jeweils kurzfristig präsentierte Situation bestmöglich zu reagieren. Vor Weihnachten habe ich deshalb einen offenen Brief an unseren Bundeskanzler geschickt – aber wie zu erwarten war keine Antwort erhalten.
Zur Klarstellung: Es geht nicht um die gesundheitspolitischen Maßnahmen (Abstandsregeln, Masken, Testungen, Impfung ...), dagegen ist nichts einzuwenden. Es geht um die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Randerscheinungen dieses Corona-Jahres, die nur eines sind: großteils chaotisch, meist unkoordiniert, sehr oft unverständlich und zum Teil mit katastrophalen Auswirkungen.

Obwohl sich mein Unternehmen seit März in einer Art Teillockdown befindet, da alle festlichen Veranstaltungen entweder stark eingeschränkt oder überhaupt verboten sind, habe ich mein hervorragendes Team komplett behalten. Das ging natürlich nur mit Hilfe der Kurzarbeit und da die versprochenen Hilfen nach wie vor nur spärlich fließen, mit Eigeninitiative.

Sparkasse Oberösterreich Wels unser neuer Finanzpartner
Das Problem mit meiner Hausbank hat sich insoferne geklärt, als ich mit der Sparkasse Oberösterreich Wels einen neuen Finanzpartner gefunden habe und es tut gut, wenn es von dieser Seite heißt, dass man sich auf die Zusammenarbeit mit einem so renommierten und erfolgreichen Unternehmen freue.

Bleiben Sie gesund und so optimistisch wie ich,
Ihre Christine Rührlinger

 
   
 
 
   
  Impressum: Christine Rührlinger privat; Postadresse: 4623 Gunskirchen, Lindenthalstraße 1; telefonisch zu erreichen: 07246 7742-12: eMail: christine@ruehrlinger.at  
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